Archiv 'Transsyberia'

Transsyberia 2008: Video Etappe 12

Transsyberia 2008: 25. Juli Team France siegt souverän

Ein großartiger Platz 2 für Team Spain und ein enttäuschter Armin Schwarz auf Rang 3.

Ulaanbaatar, 25. Juli 2008
Nach dem gestrigen Sieg startete Team Spain als Erstes, im Minutentakt gefolgt von 20 weiteren Teams. Die Spanier waren die Gejagten, speziell von Team Germany 1, Schwarz/Schulz. Pau Soler machte dies nervös. „Den Track zu eröffnen war nicht leicht für uns.” Armin Schwarz dagegen wusste, dass er nach seinem gestrigen Zeitverlust nur noch eine Chance auf den 2. Gesamtrang hat, wenn er sein Können und seinen Hang zur Geschwindigkeit voll einsetzt. Das Ergebnis: Zeitschnellster in der letzten Prüfung vor Team Russia 1 (6 Minuten zurück) und sechsmaliger Etappensieger in der Transsyberia Rallye 2008 powered by Sony Ericsson, Rekord. Mit 170 km/h flog Schwarz förmlich an den neun vor ihm gestarteten Wagen vorbei und zeigte, was er, sein Navigator und das Auto können. Aber die Spanier holte er gesamt nicht mehr ein. „Zum Glück war die Strecke nur 85 und nicht 120 Kilometer lang. Sonst hätte uns Armin wahrscheinlich noch erwischt,” war Pau Soler beruhigt. Team Spain passierte als Erstes die Ziellinie, wurde Dritter dieser Prüfung. Entscheidend war aber die Gesamtzeit. Nach über 7200 Kilometern trennten Team Spain und Team Germany 1 bei der Endabrechnung nur 6 Minuten. Unglaublich knapp für eine Marathon-Rallye! Team Portuguese traf mit 9 Minuten Rückstand als Vierter ein, Team Germany 2 landete auf dem 5. Rang. Als Sechster beendeten die Franzosen Christian Lavieille und Francois Borsotto die Wertungsprüfung und verteidigten souverän die Führung der Gesamtwertung mit einem Vorsprung von gesamt über zwei Stunden. Für andere hieß es noch weiterhin volle Konzentration, denn erst ein Teil des langen Tages war vorbei.

Final Etappe

Es folgte eine Liaison von 75 Kilometern, dann ging es endgültig in die letzte Runde der Transsyberia 2008. 11 Kilometer mit Kurven durch hügeliges Off-Road Gelände und mit der spektakulären Durchfahrt des Tuul Gol Flusses. Team France fuhr vor Team Spain durch den Zielbogen. Das Danner Racing Team folgte als Dritte, jedoch nicht auf dem geplanten Landweg, sondern schwimmend im schnellen Fluss, aus dem Christof Danner seinen Mercedes G 320 gerade noch Herausholen konnte. „Das war keine Show, sondern richtig Arbeit. Falsch navigiert und schon hat uns das Wasser mitgerissen.” Das Resultat dieser allerletzten Special Stage zählte nicht einzeln, sondern floss in die Gesamtzeit ein. Somit hatten die Fahrer ein passendes Terrain, um ihr Können spielerisch ohne hohes Risiko zu zeigen und ihre Freude, das Ziel Ulaanbaatar erreicht zu haben, in ihren Off-Road Vehikels auszuleben. Die Erleichterung nach der Zieleinfahrt war allen, von den Strapazen der letzten 15 Tage gekennzeichneten, Gesichtern anzumerken. Freude, Erleichterung, zum Teil auch Enttäuschung – aber alle mit dem Wunsch nach einer frischen Dusche.

Bei ihrer Transsyberia Premiere krönte sich Team France mit Christian Lavieille und Francois Borsotto zum großen Sieger. Die Gesamtzeit beträgt 27:13:27 Stunden. „Wir sind super zufrieden, dass wir gewonnen haben und möchten uns bei Porsche Frankreich bedanken, die uns die Teilnahme ermöglicht haben. Die Transsyberia ist etwas Spezielles. Viele unterschiedliche Etappen für Fahrer und Navigator. Die Transsyberia ist magique,” strahlte Pilot Christian Lavieille, der seinen Porsche Cayenne S Transsyberia sicher, schnell und Material schonend von der russischen in die mongolische Hauptstadt über Ebenen und Berge, durch Täler und Sümpfe manövriert hat.

Team Spain holte den 2. Gesamtrang in 29:28:53 Stunden. Navigatorin Laia Paneido war außer sich vor freudiger Überraschung: „Ich glaube es noch nicht und habe es auch nicht einmal zu hoffen gewagt.” Fahrer Pau Soler war mit dem Ergebnis sichtlich zufrieden: „Ich bin total glücklich. Vor der Rallye haben wir uns vorgenommen, mindestens so gut wie letztes Jahr zu sein, da waren wir Fünfte. Das war schwer, denn die Transsyberia hat diesmal 10 super Teams dabei, die alle die Fähigkeit haben, vorne mitzufahren. Das Niveau war viel höher als 2007. Dass wir jetzt Zweite sind, vor Armin, ist super.” Gerne würde Team Spain auch nächstes Jahr wieder kommen und die Herausforderungen der diversen Terrains annehmen.

Den 3. Platz erreicht Armin Schwarz und Andi Schulz, Team Germany 1. „Der Schlüssel zum Erfolg war, dass wir konstant schnell gefahren sind. Ein Schaden kann schnell passieren, das haben wir gestern selbst erlebt, daher ist es wichtig immer dran zu bleiben und nie aufzugeben,” analysierte Schwarz, der allein durch Strafzeiten und einen Schaden rund 2,5 Stunden verloren hat.

Das in Russland lange Zeit führende Team Portuguese mit Pedro Gameiro und Beifahrer Pedro Figueiredo erreichte in Ulaanbaatar schließlich den hervorragenden 4. Platz im Gesamtklassement. Pilot Gameiro zog positive Bilanz: „Die langen Stages in der Mongolei haben uns etwas zu schaffen gemacht. Wir sind zum ersten Mal bei der Transsyberia dabei, hatten da gar keine Erfahrung. Auch Pedro und ich sind das erste Mal als Team unterwegs gewesen. Das hat doch gut geklappt! Porsche Iberica hat mit dem 2. Platz der Spanier und unserem Vierten zwei Teams in den Top 4. Wir sind stolz darauf.”

Nach 15 Tagen, 14 Etappen, 12 Sonderprüfungen und 7200 Kilometern erreichten von den ursprünglich 34 Teams 21 Ulaanbaatar. In der mongolischen Hauptstadt feiern alle gemeinsam ein rauschendes Fest, lassen die Sieger hochleben und schmieden Pläne für 2009, wenn die Transsyberia Rallye am 24. Juli 2009 wieder gestartet wird.
© Transsyberia Rallye 2008 powered by Sony Ericsson/REBEL Media

Endergebnis

Transsyberia 2008: 24. Juli Team Spain gewinnt und viel Bewegung in den Top 10

Das spanische Team holt zum zweiten Mal den Tagessieg und verdrängt Team Schwarz/Schulz in der Gesamtwertung auf Rang 3. Team France baut Vorsprung in Gesamtwertung weiter aus. Danner Racing zweitschnellster.

Von Bayankhor führte die Etappe über 339 Kilometer in die Dünenlandschaft des Mongol Els in der Mittelgobi. Nach jeder Menge Wüstenstaub stand eine Sonderprüfung mit Wasserdurchfahrten an. Viele, die vergangenes Jahr schon dabei waren, haben sich darauf gefreut. Andere hegten unangenehme Erinnerungen, als sie baden gingen. Bereits am Abend zuvor war klar, dass die Wertungsprüfung etwas gekürzt wird, da es im ursprünglich geplanten hinteren Teil für Schlepp- und Rettungsfahrzeuge kein Durchkommen gegeben hätte. Den Teams blieben 172 Kilometer. Entlang des Shargaljuut Flusses und Bergmassivs durch imposante Natur bis nahe zur ehemaligen mongolischen Hauptstadt Karakorum führte die Strecke.

Etappe 14

Mongol Els, 24. Juli 2008
Dieser vorletzte Tag der Transsyberia Rallye 2008 gehörte auch den Außenseiter-Teams. Dem Österreicher Christof Danner gelang ein sensationeller Lauf und er sicherte sich mit 4:31 Minuten Rückstand Rang zwei. „Eine Zeit lang war die Transsyberia wie verhext für uns. Viele kleine, unvorhersehbare Defekte, die wir alle am Abend nach den Etappen selbst reparieren mussten. Jetzt läuft es!” erklärte der Pilot des Danner Racing Teams. „Ich war eins mit dem Auto, wir haben uns so richtig gut vertragen.” Danner überholte Team France im schlammigen Terrain und das Abschlepp-Manöver zwischen Team Germany 2 und Team USA. „Die Strecke war super. Das Driften hat mir besonders gefallen. Am wichtigsten war, sich keinen Defekt einzufangen.”

Ein breites Strahlen hatte auch Andreas Kramer im Gesicht. „Wir hätten die Bestzeit gepackt,” ist sich der Pilot sicher. Von Position 16 gestartet schob sich das Suzuki/Spox Team immer weiter vor. „Schließlich hatten wir vier bis fünf Porsche im Schlepptau, die unserer Spur folgten.” Kurz vor dem Ziel: ein Navigationsfehler und sie steckten im Sumpf. „Das hat uns sicher fünfzehn Minuten gekostet.” Es reichte für einen hervorragenden Platz fünf (9:35 Minuten zurück). Auch vom Gelände zeigten sich die beiden Deutschen begeistert. „Bei der Streckenwahl hat unser Rallyeherz höher geschlagen! Schnell, perfekt zum Driften. Auf den Wiesen konnte man gut ausweichen, wenn das Geröll auf dem Haupt-Track zu holprig wurde.”

Auf Platz 6 rangieren mit ihrem Land Rover Panos Meyer und Birger Veit. Für das, die Rallye rundherum belebende, Amateur-Team ist es ein absolutes Top-Resultat. Sicherheitshalber hatte das Team JoeVito einen Schwimmreifen am Auto montiert, der aber nicht zum Einsatz kam. „Die Wässerchen haben wir so geschafft und ansonsten: Lächeln, winken, Gas geben,” gab sich der Pilot sichtlich zufrieden.

Die Flussdurchquerungen kamen vor allem dem Team aus Spanien zugute. Laia Peinado, Navigatorin des Siegerteams: „Ich habe Respekt vor den reißenden Gewässern der Mongolei. Bei uns in Spanien gibt es das nicht. Ich war richtig glücklich, dass das Wasser nur bis zu einem Meter hoch war, Pau durchlenken konnte und ich nicht aussteigen musste wie letztes Jahr.” Nach 3:16:30 Stunden kamen Pau Soler und Laia Paneido als Erste ins Ziel und rückten damit im Gesamtklassement der Rallye auf den zweiten Platz auf.

Souverän haben Christian Lavieille und Francois Borsotto die Führung in der Gesamtwertung der Transsyberia 2008 ausgebaut. Ihr Vorsprung beträgt nun 2:18:57 Stunden auf die Zweiten. Mit cleverer und dosierter Fahrweise landeten sie mit 5:09 Rückstand auf Platz drei der Wertungsprüfung. Elektronische Probleme warfen den fünffachen Tagessieger der Transsyberia 2008, Armin Schwarz, im Gesamtklassement auf den dritten Platz zurück. Team Portuguese, auf Platz vier der Gesamtwertung fand nicht den richtigen Rhythmus, hatte Probleme mit seinem Off-Road Vehicle und verlor als Siebte 28:31 Minuten auf die Spitze.

Spannung pur ist daher am Freitag für das Endresultat der Transsyberia Rallye 2008 angesagt, denn Platz zwei bis vier liegen lediglich 28 Minuten auseinander.

Team Germany 2 hatte die Rolle des Samariter übernommen. Erst zog es den stecken gebliebenen Wagen von Armin Schwarz heraus, dann half es dem Team Colombian Arrow beim Reifenwechsel und schließlich schleppte es nach der Special Stage 30 km den Porsche Cayenne S Transsyberia von Ryan Millen in die nächste Ortschaft. Dort ging nichts mehr, mit Getriebeschaden wurde das Fahrzeug von Team USA auf den Schlepper Richtung Camp geladen.

Nicht mehr ins heutige Rennen starten konnten die Drittplatzierten von gestern und von 2007, Adel Abdulla und Norbert Lutteri vom Team Qatar. Die Schäden, die gestern auf den letzten Kilometern an ihrem Porsche Cayenne S Transsyberia verursacht wurden, waren auf die Schnelle nicht zu reparieren. Die beiden verfolgen aber ebenso wie der Schweizer Aurele Bachmann und das Team RUS&SWED das Geschehen der Transsyberia als Beobachter weiter und werden Freitagnacht die Sieger in Ulaanbaator feiern.
© Transsyberia Rallye 2008 powered by Sony Ericsson/REBEL Media

Tagesergebnis
Gesamtergebnis

Transsyberia 2008: Video Etappe 11

Transsyberia 2008: 23. Juli Armin Schwarz weiter auf der Aufholjagd

Die Weiten der Mongolei verführen besonders bei blauem Himmel zum Gasgeben. Doch die uneinsehbaren Gräben und Bodenwellen erzwingen ungewollte Stopps mit großen Materialschäden. Armin Schwarz kennt dies aus 2007 und fährt schnell aber besonnen. Jetzt konnte er seinen Zeitabstand auf das führende Team France mit Lavieille und Borsotto um über 30 Minuten verkürzen.

Sonnenschein, azurblauer Himmel, großzügiges Hochland umringt von sanften Bergen und startklare Off-Road Fahrzeuge – genau das richtige Szenario für einen Marathon-Rallye Tag. Mit 407 Kilometern stand die längste Wertungsprüfung der Transsyberia Rallye 2008 auf dem Programm. Die gesamte Etappe führte über 529 Kilometer von der Ortschaft Altay in den Aimak Bayankhor. Mechaniker und Serviceleute hatten die ganze Nacht geschraubt und geschweißt, um die Autos für die lange Etappe zu präparieren. 24 von in Moskau gestarteten 34 Teams konnten die Herausforderung noch annehmen. „Es bewahrheitet sich, dass die Transsyberia die härteste Rallye der Welt für seriennahe Fahrzeuge ist,” meinte Veranstalter Richard Schalber zu dem Schwund von mittlerweile fast einem Drittel der Teilnehmer.

Bayankhor, 23.Juli 2008
Seine Super-Serie setzt Team Germany 1 im Endspurt der Rallye fort. Wie gestern rauschte das Duo Armin Schwarz/Andi Schulz als Erstes über die Ziellinie. Bei kitschigem Sonnenuntergang und bestens gelaunt gab der Tagessieger sein Statement ab: “Bei dem Terrain hier kann man leicht etwas übersehen. In der Steppe ist man schnell, dann kommt abrupt ein Graben, den das Wasser gerissen hat. Daher haben wir nicht voll aufgedreht, denn sonst übersieht man zu leicht solche Fallen. Andi hat heute einen perfekten Job gemacht. Wir sind alles, was schwierig war, weiträumig umfahren und haben so unseren Speed ausspielen können.” In der Gesamtwertung konnte das Team 30 Minuten gutmachen und geht morgen mit 1:24 Stunden Rückstand auf die seit vier Etappen führenden Christian Lavieille und Francois Borsotto (Team France) an den Start. „Die Franzosen noch einzuholen ist eigentlich nicht möglich. Sie sind ein eingespieltes Team mit Off-Road und Dakar Erfahrung. Sie machen keine Fehler beim Navigieren und auch ihr Auto nicht kaputt. Da müsste ihnen echt ein grober Fehler passieren, dass wir sie noch einholen bis Ulaanbaatar. Sicher wollen wir sie ein bisschen nervös machen, indem wir gut fahren. Vielleicht ergibt sich dann für uns noch eine Chance.”

Etappe 13

Pilot Pau Soler, Team Spain steuerte seinen Wagen auf den zweiten Rang. Dank der perfekten Navigation von Laia Peinado, die sie schon bei der ersten Mongolei Etappe mit einem Sieg unter Beweis gestellt hatte, schoben sich die Spanier in der Gesamtwertung auf Platz drei vor (2:24:06 Stunden Rückstand).

Nach dem kleinen Rückschlag am gestrigen Tag ist Team Portuguese wieder auf Erfolgskurs. Mit 32:36 Minuten Rückstand landeten Pedro Gameiro und Pedro Figueiredo auf dem vierten Platz der Sonderprüfung wie im Gesamtklassement. Schwierig, aber noch möglich, ist auch für die Fünften der Gesamtwertung, die Russen Denis Levyatov und Sergey Talantsev, ein Podestplatz in der mongolischen Hauptstadt.

Team Qatar detonierte etwa neun Kilometer vor dem Ziel in eine versteckte Querrinne und brach die Hinterachse seines Fahrzeugs. Adel Abdulla und Norbert Lutteri mussten riskieren, lagen auch 390 Kilometer an optimaler Position, zollten dann jedoch dem unwegsamen Gelände hinter der Staubwolke des Team France Tribut und verloren wertvolle Zeit. Dennoch: Erste Top 3 Platzierung bei der Transsyberia 2008 für das erfahrene Duo Abdulla/Lutteri, die auf drei Rädern ins Ziel einrollten.

Hervorragend lief es heute auch für das Danner Racing Team. Der Österreicher Christof Danner kam mit seinem Mercedes G 320 als Achter ins Ziel-Camp. „Nach den Defekten war das mal an der Zeit! Die Reparaturen haben sich gelohnt. Die Strecke war variabel, wir waren immer in Fahrt und hatten keinen Verfranser.” Navigator Jan Szekeres leistete volle Arbeit und war ebenfalls zufrieden. “Ich musste Christoph lediglich einbremsen, als der Hubschrauber mit TV und Fotografen über uns flog. Da legte er automatisch einen Zahn zu, um sich gut zu präsentieren. Aber ich muss ja gleichzeitig auch noch die Bilder im Roadbook verfolgen und umsetzen.”

Navigation und überlegtes Fahren spielten auf der längsten Sonderprüfung der Transsyberia Rallye 2008 powered by Sony Ericsson die größten Rollen. Charakteristisch für die Pisten der mongolischen Weite sind die leicht zu übersehenden Bodenwellen und Schlaglöcher, die fatale Folgen haben können. Am Tag zuvor erwischte es Ryan Millen, Team USA. Er „parkte” seinen Cayenne über einer zwei Meter tiefen Schlucht. Sein hinterer Startplatz machte ihn am heutigen heißen und trockenen Tag zum Staubfresser. „Angriff war die einzige Chance, bei der Rallye wieder in der oberen Liga mitzuspielen,” meinte Ryan Millen/USA. Im zweiten Teilstück verlief sich das Feld, fast jeder hatte seinen Rhythmus gefunden. Lars Kern und Daniel van Kan (Team Germany 3) leider nicht. Die gestrigen Zweiten konnten aufgrund eines vermutlichen Motorschadens an ihrem Auto die Etappe nicht fortsetzen und wurden ins Camp geschleppt. Typische Trugbilder der Wüste, viele Rinnen und versteckte Gräben erschwerten das Durchqueren des Geländes.

Morgen steht die vorletzte Etappe (339 Kilometer) der Transsyberia 2008 mit dem Ziel Mongol Els an ehe am Freitag der Einzug nach Ulaanbaatar stattfindet.
© Transsyberia Rallye 2008 powered by Sony Ericsson/REBEL Media

Tageswertung 23. Juli
Gesamtwertung

Transsyberia 2008: Video Etappe 10

Transsyberia 2008: Video Etappe 9

Da die Videos immer mit leichter zeitlicher Verzögerung im Web landen, hier jetzt die Zusammenfassung von Etappe 9:

Transsyberia 2008: Videos Etappe 6-8

Hier noch nachgeschoben die Tageszusammenfassungen der Etappen 6-8

Etappe 6

Etappe 7

Etappe 8

Transsyberia 2008: 21. Juli Team France baut Vorsprung in der Gesamtwertung aus

Zwölf anstrengende Tage sind die Teams bereits unterwegs. Die Transsyberia hat Spuren an Mensch und Maschine hinterlassen. Die Wertungsprüfung von 280 Kilometer Länge hatten die verbliebenen Teams jetzt auf der Strecke von Mankhan nach Darvi zu bewältigen. Sonne bei Start und Ziel. Dazwischen wartete eine dicke Regenfront. Lockte der blaue Himmel auf den Flachstücken noch zu rasanten Geschwindigkeiten, musste nach den heftigen Regengüssen der Fuß vom Gas. Eine absolut rallyewürdige Sonderprüfung war das Resultat.

Darvi, 21. Juli 2008
Armin Schwarz, Pilot von Team Germany 1, glaubte kurz nach der Zieleinfahrt an einen Tagessieg. „Bei uns ist es gut gelaufen. Navigationsprobleme hatten wir keine.” Doch zwei Reifenpannen kosteten wertvolle Zeit. „Beim zweiten Wechsel haben wir beim Ansetzen des Wagenhebers gemerkt, dass irgendetwas mit dem Fahrzeug nicht stimmt. Im letzten Abschnitt sind wir dann immer wieder aufgesessen.” Das Ziel passierte das Team mit einem zerfetzten rechten Vorderreifen auf der Felge. „Unsere Mechaniker reparieren das Auto und morgen geht’s weiter,” so Schwarz. Bei der Auswertung der Bordkarten stellte sich jedoch heraus, dass Team Germany 1 Checkpoints auf der Strecke verpasst hatte und somit 60 Strafminuten kassiert. Das hatte Rang 11 im Tagesklassement zur Folge.

Knapp hinter Schwarz trafen die Führenden der Gesamtwertung, die Franzosen Christian Lavieille und Francois Borsotto, ein. Ihr Porsche Cayenne S Transsyberia sah wie schon in den vergangenen Tagen recht unbeschädigt aus. Das Team France avanciert im letzten Drittel der Rallye zum gejagten Siegesanwärter. Von der ersten Etappe an fuhren sie kontinuierlich in die vordersten Ränge und holten nun ihren ersten Sieg in einer Sonderprüfung. Lavieille ist sich bewusst, dass die Konkurrenz auf ihn schaut. „Für die Mammut Stage morgen haben wir keine spezielle Taktik. Wir versuchen mit der Gruppe um Armin, Pedro und Pau zusammenzubleiben, wollen aber nichts riskieren.”

Etappe 10

Mit 4:15 Minuten Rückstand landete das Team Portuguese mit Pedro Gameiro und Pedro Figueiredo auf Rang zwei. „Die Wetterbedingungen, vor allem der Regen auf den letzten 15 Kilometern, haben die Strecke schwieriger gemacht als gedacht. Viele Pfützen und Wellen. Aber wir sind Zweite geworden und auch in der Gesamtwertung Zweite. Die nächste Stage ist lang, da wollen wir Zeit aufholen,” zeigt sich Pedro Gameiro zuversichtlich.

Immer besser in Fahrt kommt Team USA. Ryan Millen, Sohn des Transsyberia Vorjahressiegers, meisterte mit seinem Navigator Colin Godby die anspruchsvolle Strecke bravourös und holte sich mit 9:03 Minuten Rückstand zu den Tagessiegern den dritten Platz.

Erstmals bei der Transsyberia Rallye 2008 wurde der in jedem Wagen für dringende Notfälle eingebaute Emergency Button gedrückt. Das Team Suzuki / Maxi mit Melina Frey und Alexandra Hahn reagierte prompt als sie sahen, dass sich ein Fahrzeug mehrmals überschlagen hatte. Sie sendeten das Notsignal und halfen an Ort und Stelle. Bei einem Überholmanöver waren dem Schweizer Team Desert Fox nasse Spurrillen in der Steppe zum Verhängnis geworden. Der Pilot verlor die Kontrolle über seinen Mitsubishi Pajero. Sowohl Aurele Bachmann als auch Co-Pilot Damien Blanke blieben unverletzt, das Fahrzeug erlitt einen Totalschaden.

Den harten Ansprüchen der Transsyberia Rallye 2008 powered by Sony Ericsson mussten noch weitere Teams Tribut zollen. So sind das chinesische Team Porsche CN und das Team Lybia-Rally-Raid mit Wolfgang Pasetti im Toyota Landcruiser J9 nicht mehr mit von der Partie. Welches von den übriggebliebenen Teams bei der nächsten Etappe noch an den Start gehen kann, entscheidet sich kurzfristig. An etlichen Fahrzeugen müssen über Nacht Reparaturen durchgeführt werden, soweit diese überhaupt noch möglich sind.
© Transsyberia Rallye 2008 powered by Sony Ericsson/REBEL Media

Tageswertung Etappe 10
Gesamtwertung nach Etappe 10

Transsyberia 2008: Team Spain gewinnt erste Etappe in der Mongolei

Die Mongolei ist erreicht und damit das „Ende des Asphalts“. So lautete der letzte Hinweis im Roadbook aus Russland. Waren die Wertungsprüfungen hier noch kurz und knackig, erwarten die Teilnehmer ab sofort bis zu 407 Kilometer lange Special Stages durch die schroffe, mongolische Berglandschaft. Von schweißtreibenden Temperaturen in der russischen Ebene geht es nun bis auf 3000 Meter Höhe. Eisige Temperaturen und Schnee inbegriffen.

Mankhan, 20. Juli 2008.
Etappe neun führte die Teams der Transsyberia Rallye 2008 powered by Sony Ericsson von Ölgy nach Mankhan. Durch Täler und über Gebirgspässe ging es rauf bis 3025 Höhenmeter. Nach 4 Stunden, 45 Minuten und 47 Sekunden passierte das Team Spain mit Pau Soler und Laia Painado als Erstes die Ziellinie der 282 km langen Sonderprüfung. Zum zweiten Mal sind sie als einziges gemischtes Team bei der Transsyberia dabei und es ist ihr erster Etappensieg. „Wir sind als Neunte gestartet und als Erste angekommen. Das ist doch super!“ strahlte die Co-Pilotin des spanischen Sieger-Duos. „Laia hat einen tollen Job gemacht, das Navigieren heute war nicht gerade leicht!“ ergänzte Pau Soler. „Etwa 100 Kilometer vor dem Ziel wussten wir nicht genau, ob wir richtig sind. Es waren überhaupt keine Spuren zu sehen. Doch dann haben wir Armin Schwarz überholt. Es kam eine Abzweigung, an der wir rechts gefahren sind. Armin fuhr links. Wir waren richtig.“ Wieder erkennt man, welches Gewicht die Navigation bei der Rallye hat.

Etappe 9

Mit nur 7:15 Minuten Abstand folgte Team France. Lavieille und Borsotto hielten sich auch in der Gesamtwertung konsequent auf Rang zwei, sind aber jetzt in Führung gegangen. Tagesplatz drei ging mit 30:12 Minuten Verzögerung an Armin Schwarz vom Team Germany 1. Team Portuguese kam mit 30:54 Rückstand als viertes Team ins Ziel. Das junge Team USA mit Ryan Millen und Colin Godby erreichte mit Platz fünf sein bisher bestes Ergebnis auf der Transsyberia Rallye 2008. Und das obwohl sie zweimal einen Reifen wechseln mussten. Der Boden in der Mongolei ist steinig. Erstmals unter den Top 10 das Suzuki Team Kramer / Ettenberger auf dem achten Rang.

Fünf Teams sind bei der ersten Prüfung in der Mongolei nicht mehr mit dabei. Team Porsche Cars Great Britain, denen das Fahrzeug auf der fünften Etappe ausbrannte, Team Italia, das in Nowosibirsk aufgrund der Verletzung von Pilot Tognana nach Hause fliegen musste, sowie Team Canada und Team STT Racing / Porsche Poland 1, die ihre Wagen nicht wieder flott machen konnten. Seit heute ist es ebenfalls für Team Middle East vorbei. Die bis dato im Gesamtklassement führenden übersahen im steinigen Terrain eine Bodenwelle. Pilot Said Rashid Al Hajri verletzte sich bei der harten Landung. Mit Verdacht auf eine Rückenverletzung wurde der 51-jährige zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Navigator Tim Trenker blieb unverletzt. Bei ihrer zweiten Teilnahme an der Transsyberia bleibt Team Middle East ebenfalls die Zielankunft in Ulaanbaatar verwehrt.

Auch ohne Sonderprüfung gab es vor zwei Tagen Veränderungen in der Gesamtwertung: Die Rallyeleitung verhängte gegen drei Teams eine 30-minütige Strafzeit wegen Nichteinhaltung der Startzeit bei der Wertungsprüfung von Etappe sechs. Betroffen waren Team Germany 3 (Lars Kern und Daniel van Kan), Team Germany 1 (Armin Schwarz und Andreas Schulz) und Team USA (Ryan Millen und Colin Godby.
© Transsyberia Rallye 2008 powered by Sony Ericsson/REBEL Media

Tageswertung Etappe 9

Nächste Seite »